Was genau ist eigentlich eine Bluse?
Damenblusen blicken seit ihren Anfängen als Fuhrmannskittel oder Staubbluse französischer Kreuzfahrer auf eine bewegte Geschichte zurück. Als Oberbekleidung für Frauen haben sie sich seit der Biedermeierzeit des 19. Jahrhunderts mittlerweile in fast jedem Frauenkleiderschrank etabliert und sind in vielfältigen Arten und Formen erhältlich. Als Businessbluse in der Arbeitswelt, als schicke Seidenbluse am Abend oder als legere Hemdbluse oder Polobluse sind Blusen ein absolutes Must-have für die moderne Frau und schmeicheln jedem Figurentyp.
Blusen sind das weibliche Pendant zum Herrenhemd, unterscheiden sich in den meisten Fällen allerdings deutlich in Schnitt und Form. Vergleichbar mit dem Herrenhemd sind lediglich Hemdbluse, Reversbluse und die Bluse mit Stehkragen. Allerdings befindet sich bei geknöpften Damenblusen die Knopfleiste links, während sie bei Herrenhemden eher rechts sitzt. Ebenso wird die Bluse im Gegensatz zum gerade geschnittenen Herrenhemd in den meisten Fällen durch Brustabnäher und Taillierung der weiblichen Körperform angepasst.
Welche Blusenarten gibt es?
Blusen sind – wie bereits erwähnt – optische Multitalente in verschiedensten Formen und Materialien. Zu den bekanntesten Blusenarten zählen:
Hemdbluse
Die Hemdbluse als Blusenklassiker gehört gewissermaßen als Grundausstattung in jeden weiblichen Kleiderschrank. Vielseitig kombinierbar kann sie sowohl schick und klassisch im Büro oder lässig – eventuell auch am Bauch geknotet – in der Freizeit getragen werden. Ursprünglich vom Design her stark an das gerade geschnittene Herrenhemd mit Manschetten angelehnt, gibt es die Hemdbluse mittlerweile auch in eher femininen, taillierten Schnitten mit Teilungsnähten und Brustabnähern. Taschen, Passen und unterschiedliche Ärmellängen sorgen zusätzlich für optische Vielfalt. Hemdblusen sind mit verschiedenen Kragenformen erhältlich:
Klassischer HemdblusenkragenRunder Hemdblusenkragen mit abgerundeten Kragenspitzen: Diese Kragenform lässt schmale Gesichter etwas breiter erscheinen.Schmaler Buttondown-Kragen, der an der Hemdbluse festgeköpft werden kann und sich daher optimal zum Tragen unter Pullovern eignet.
Tipps für die Hemdbluse
Um unschöne Spannfalten zu verhindern, sollten die Knöpfe der Hemdbluse bei einer etwas fülligeren Oberweite näher beieinander liegen.Im Berufsalltag bitte in konservativen Branchen nie mehr als die obersten beiden Knöpfe öffnen.Anders als in der Männerwelt wird der Hemdblusenkragen immer über dem Blazer getragen.
Reverskragenbluse
Die Reverskragenbluse entspricht einer Hemdbluse mit Reverskragen, der – entliehen von Jacken und Mänteln – seiner Trägerin deutlich mehr Extravaganz verleiht als ein klassischer Hemdblusenkragen. Ähnlich wie die Hemdbluse wird auch die Reverskragenbluse in taillierter Form mit Teilungsnähten und Brustabnähern angefertigt. Kragenformen sind der kurze, Gesicht und Schultern verbreiternde Reverskragen und der langgezogene, den Oberkörper streckende Reverskragen.
Stehkragenbluse
Die zweite der Hemdbluse sehr ähnliche Damenbluse ist die sogenannte Stehkragenbluse, die durch den asiatisch inspirierten Stehkragen den Hals ihrer Trägerin optisch betont und damit zugleich die gesamte Figur streckt und schlanker erscheinen lässt. Bei sehr kurzem Hals sollte allerdings lieber eine andere Blusenform gewählt werden. Auch bei der Stehkragenbluse betonen Teilungsnähte und Brustabnäher die weibliche Figur. Aufgesetzte Taschen, Paspeltaschen und Pattentaschen gehören zu den am häufigsten verwendeten Taschenarten.
Schlupfbluse
Eine Schlupfbluse hat keine durchgehende Knopfleiste und muss über den Kopf angezogen werden, daher auch der Name Schlupfbluse. Schlupfblusenmodelle mit Stehkragen oder Hemdblusenkragen werden in den meisten Fällen allerdings mit einer kurzen Knopfleiste versehen, um das „Hineinschlüpfen“ zu erleichtern. Bei kragenlosen Schlupfblusen ist der Halsausschnitt häufig verkürzt und relativ weit ausgeschnitten.
Wickelbluse
Wickelblusen besitzen zwei lose übereinander drapierte Vorderteile, die meistens durch seitlich oder hinten verknotete Bänder gehalten werden. Auch ein den Blusensitz verstärkender Gürtel ist denkbar. Im Handel sind Wickelblusen in den unterschiedlichsten Modellen erhältlich, da Ausschnitt und Kragenform nicht standardisiert sind. Wickelblusen sind wahre „Figurschmeichler“ und passen aufgrund ihrer vorteilhaften Anpassung an die Körperform nahezu für jeden Figurentyp.
Tunika oder Tunikabluse
Im römischen Reich als Untergewand und im Mittelalter als Obergewand getragen, wird die Tunikabluse auch heutzutage immer populärer, so auch im ETERNA Online-Shop. Mit ihrem meist sehr großem Halsausschnitt, ihren weiten Ärmeln und ihrer A-Form ist die Tunika eine äußerst bequeme Blusenart, die bei den meisten Figurentypen sehr vorteilhaft aussieht und Problemzonen optimal kaschiert. Tunikablusen haben in den meisten Fällen keinen Kragen und keine durchgehende Knopfleiste und sind zum Hineinschlüpfen. Tuniken sind mit verschiedenen Ärmellängen erhältlich und häufig bunt gemustert und farbenfroh. Aufgrund des meist dünnen Stoffes sind Tunikablusen mit kurzen Ärmeln optimale Begleiter in der warmen Jahreszeit.
Carmenbluse
Die folkloristische Carmenbluse hat ihren Ursprung in Spanien und ist mit langen oder kurzen Ärmeln erhältlich. Ihr typischer Ausschnitt lässt die Schultern frei und verläuft meist gerade über das Dekolleté. Hierzulande ist diese Form des Ausschnitts häufig auch bei Trachtenblusen zu finden. Der Saum einer Carmenbluse ist in den meisten Fällen gerafft und mit Volants verziert.
Oversize-Bluse
Abgeleitet vom englischen Oversize – in deutsch Übergröße – zeichnen sich Oversize-Blusen durch eine besonders weite und in den meisten Fällen auch lange Passform aus. Die klassische Knopfleiste fehlt, so dass Oversize-Blusen eher wie ein Shirt wirken und gut über Rock und Hose getragen werden können. Bei der Kombination mit einem Blazer sollte die Bluse nie länger als der Blazer sein, für den klassischen Business-Look ist die Oversize-Bluse allerdings weniger geeignet.
Um optisch bei dieser im Moment hochmodernen Blusenart nicht an Gewicht zuzunehmen, sollten Sie sich nicht auf Ihre übliche Konfektionsgröße verlassen, sondern lieber auf ein bis zwei Nummern kleinere Oversize-Blusen zurückgreifen. Alternativ können Sie die Bluse auch an einer Stelle in Rock- oder Hosenbund stecken und die Weite damit etwas verringern. Frauen mit Rundungen sollten auf leicht taillierte und A-linienförmige Blusenmodelle zurückgreifen, um schlanker zu wirken.
Sonderform Blusenbody
Der Blusenbody oder auch Bodybluse ist durch seine Kombination aus Body und Bluse gewissermaßen eine Sonderform der Damenbluse. Er ist geschnitten wie eine klassische Bluse, wird allerdings wie ein Body im Schritt zusammengeknöpft. Die Bodybluse sitzt immer perfekt und verhindert besonders bei tiefsitzenden Hosen das lästige Herausrutschen der Bluse aus dem Hosenbund. Durch ihre eng anliegende Passform ist der Blusenbody sehr körperbetont und wirkt in Kombination mit High-Heels und Bleistiftrock professionell und feminin zugleich.
Unterscheidung nach Armform
Ärmellose Bluse
Eine Bluse ohne Ärmel ist unser Favorit für heiße Sommertage. Sie wirkt lässig und leger und sollte daher nicht unbedingt zu formellen Anlässen getragen werden. Zur Abendgarderobe allerdings kann sie je nach Modell sehr gut passen. Gerade für Frauen mit größerer Oberweite sind ärmellose Blusen ganz besonders schmeichelhaft.
Kurzarmbluse
Auch Kurzarmblusen sind aus der Sommermode schon längst nicht mehr wegzudenken und lassen sich je nach Anlass völlig unterschiedlich kombinieren. Im Gegensatz zur ärmellosen Bluse lässt sich eine Kurzarmbluse durchaus auch zum Kostüm oder Hosenanzug im Büro anziehen. In der Freizeit darf es farblich ruhig etwas gewagter sein, im Büro bei förmlichen Anlässen sollte jedoch eher auf dezentere Pastelltöne zurückgegriffen werden. Kurzarmblusen mit floralen Dessins eignen sich besonders gut als optischer Hingucker für die nächste Gartenparty.
Blusen mit Flügelärmeln
Blusen mit Flügelärmeln sind ähnlich wie die Kurzarmbluse und die ärmellose Bluse eine Blusenvariante für den Sommer. Flügelärmel wirken schick und modern und sind die kürzeste Ärmelform, die auch bei konservativen Anlässen bedenkenlos getragen werden kann.
Blusen mit ¾-Ärmeln
Damenblusen mit ¾ Ärmeln sind wie geschaffen für saisonale Übergangszeiten. Die Ärmel gehen bis unter den Ellenbogen und fallen durch die meist fehlende Abschlussmanschette luftig und locker. Kombiniert mit Blazer oder Strickjacke eignen sich Blusen mit ¾-Ärmeln auch gut für kältere Tage im Frühling oder Herbst.
Langarmblusen
Kurzurlaube, Städtetrips und lange Tagesausflüge: Was ist die richtige Kleidung bei ungewissen Temperaturen? Mit der Langarmbluse sind Sie jederzeit gut angezogen. Je nach Temperatur lassen sich die Ärmel aufkrempeln oder auch als klassischer Langarm tragen. Optisch schmeicheln Langarmblusen jeder Figur, dabei sollte die Ärmelweite allerdings so schmal wie möglich geschnitten sein.
Blusen mit Raglanärmeln
Die sogenannten Raglanärmel schließen die Schulterpartie mit ein, die Nähte verlaufen schräg in die Kragennaht bis zum Halsansatz. Diese Ärmelform geht auf Lord Raglan (1788–1855) zurück, der als Feldmarschall im Krimkrieg einen Mantel trug, bei dem die Ärmel schräg an der Kragennaht befestigt waren. Raglan, der in der Schlacht von Waterloo einen Arm verloren hatte, konnte auf diese Weise auch mit einem Arm leicht seinen Mantel anziehen. Erstmals erwähnt wurde die Bezeichnung „Raglanärmel“ 1862 in der englischen Literatur.
Blusen mit Kimonoärmeln
Angelehnt an den japanischen Kimono hat diese eher seltene Armform ihren Ursprung in Asien. Ärmel und Vorderteil bestehen aus einem einzigen Schnittteil.
Tipps für jeden Figurentyp
Ohne Frage: Jeder Mensch ist einzigartig, sowohl vom Charakter als auch vom Aussehen. Durch die passende Kleidung lassen sich körperliche „Pluspunkte“ perfekt unterstreichen, genauso aber auch ungeliebte „Defizite“ betonen. Nachfolgend einige Tipps für figurenschmeichelnde Kleidung:
Allgemein
Die ideale Kragenform ist gegensätzlich zur Gesichtsform. Beispielweise sollte bei einem runden Gesicht ein langer eckiger Kragen gewählt werden.Hochgeschnittene Armlöcher schmeicheln jeder Figur.Für Frauen mit größerer Oberweite sind Blusen mit Brustabnähern vorteilhaft, ebenso fließende oder Lycra-haltige Stoffe.
Kurviger Körper
Optimal für einen kurvigen Körper sind locker geschnittene Blusen, beispielsweise Wickelblusen. Auf Verzierungen und Schnörkel sollte weitestgehend verzichtet werden, ebenso auf sehr dünne Stoffe und Säume, die am fülligsten Teil der Hüften enden. Tiefe V-Ausschnitte, kleine Krägen oder ein schmaler Revers lassen den Oberkörper schmaler erscheinen. Blusen mit Brustabnäher und natürlichem Schulterverlauf schmeicheln der Figur, ebenso weiche Stoffe, die auf die Kurven anspielen, ohne sie zu sehr zu betonen.
Kleiner Körper
Kleine Frauen sollten auf schlichte, gut sitzende Blusen zurückgreifen. Blusenmodelle mit einer hohen Taille verlängern die Beine optisch. Stehkrägen, Teilungsnähte und hoch geschlossene Damenblusen lassen den Körper größer aussehen, ebenso fließende Stoffe. Nach Möglichkeit sollten gleiche Farbtöne für Ober- und Unterteil gewählt werden. Steife Stoffe, bauchfreie Blusen und Modelle mit zu vielen Details sind weniger geeignet.
Jungenhafter Körperbau
Schmale Herrenhemden, Damenblusen mit Empire Taille oder Blusen mit engen V-Ausschnitten betonen die Silhouette. Ausgestellte kurze Ärmel, Blusen mit Brusttaschen, Raffungen und Details im Brustbereich, weite Krägen und Reverskrägen täuschen Fülle vor. Blusenmodelle mit Raglan- oder Kimonoärmeln sollten ebenso vermieden werden wie steife Materialien und voluminöse Details. Bei kleiner Oberweite sollte auf enganliegende Tops verzichtet werden.
Breite Schultern
Bei Figurentypen mit breiten Schultern wird der Oberkörper durch Raglan- oder eingesetzte Ärmel, dunkle Tops und schmale V-Ausschnitte gestreckt, ebenso durch Blusen mit einem schmalen Revers oder schmalen Krägen. Schulterbetonende Details sollten vermieden werden. Dazu gehören z. B. weite Krägen, Puffärmel, Schulterpolster, aufgesetzte Taschen, horizontale Teilungsnähte, quadratische und sehr offene Ausschnitte. Auch Wickelblusen und Damenblusen aus glänzenden Stoffen sind bei breitschultrigen Figuren weniger vorteilhaft.
Schmale Schultern
Im Gegensatz zu Figuren mit breiten Schultern sollten hier die Schultern durch Details betont werden. Modelle mit Schulterpolstern, eingesetzte Ärmel und eine leicht überstreckte Schulter, Blusen mit Puffärmeln oder gerafften Ärmeln heben die Schulterpartie hervor und vergrößern sie optisch. Auch Passen, Brusttaschen und weite V-Ausschnitte, weite Krägen, Seemannskrägen und steigende Reverskrägen eignen sich für eine Betonung der Schultern. Ebenso schmeicheln Wickelblusen der Schulterpartie. Raglan- oder Kimonoärmel, geraffte Ausschnitte und schulterfreie Carmenblusen sind dagegen bei schmalen Schultern eher weniger geeignet.
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